Exklusiv aus auto motor und sport Heft 7/2010
Das sind die Exklusiv-Meldungen aus der am heutigen Donnerstag erscheinenden Ausgabe 7/2010 von auto motor und sport:
BMW: Starke Nachfrage nach dem neuen Fünfer
Robertson: Schon drei Monate ausgebucht – 5er wird Werk Dingolfing zu drei Vierteln auslasten – Anlauf-Kosten um 30 Prozent gesenkt
München. BMW erfreut sich einer starken Nachfrage nach der neuen Generation der 5er-Limousine. „Der Auftragseingang für die neue 5er Limousine ist hervorragend. Wir sind schon jetzt für die ersten drei Monate ausgebucht, obwohl unsere neue Limousine erst am 20. März auf den Markt kommt“, sagte BMW-Marketing- und Vertriebsvorstand Ian Robertson dem am Donnerstag erscheinenden Magazin auto motor und sport. Deshalb ist Robertson optimistisch, dass BMW vom neuen 5er pro Jahr mehr verkaufen kann als vom Vorgängermodell. „Von der letzten BMW 5er Limousine haben wir im Schnitt fast 160.000 Einheiten im Jahr verkauft. Diesen Wert wollen wir mit dem neuen Modell übertreffen.“
Der Dingolfinger BMW-Werkleiter Wolfgang Stadler sagte dem Magazin, dass die Produktion des neuen 5er besonders schnell hochgefahren werde. „Seit Januar 2010 fahren wir die Serienproduktion hoch – und zwar mit einer besonders steilen Anlaufkurve. Schon in der fünften Woche nach Serienstart lagen wir bei 400 Autos am Tag, im Sommer werden wir bei dem maximalen Produktionsvolumen von rund 800 Einheiten am Tag ankommen, damit wird allein der 5er unser Werk zu drei Vierteln auslasten.“ Dies sei nur durch zusätzliches Personal zu schaffen. „Unser Vertrieb bittet uns darum, so viele Fahrzeuge wie nur möglich zu fertigen. (...) Zur Unterstützung des Anlaufes haben wir auch bis zu 250 zusätzliche Mitarbeiter aus dem Werk Regensburg bei uns im Einsatz.“ Zudem kommen Zeitarbeiter zum Zuge, deren genaue Anzahl BMW nicht nennen wollte. Die Kosten für den Anlauf wurden gesenkt. Stadler: „Gegenüber der Vorgängergeneration der 5er, 6er und 7er Baureihen liegen die Investitionen für die neuen Modelle im Werk um rund 30 Prozent niedriger.“
Insgesamt will Robertson den BMW-Absatz 2010 „im einstelligen Prozentbereich“ auf über 1,3 Millionen Fahrzeuge steigern: „Neben der allmählichen konjunkturellen Erholung werden wir von unseren vielen neuen Modellen Rückenwind bekommen.“ Dabei will BMW besonders in China wachsen. „Dieses Jahr wird das Premiumsegment hier möglicherweise erstmals eine Größe von rund 500.000 Einheiten erreichen“, erwartet Robertson. „Wir haben 2009 rund 90.000 BMW und Mini in China verkauft. 2010 wollen wir erstmals die Schwelle von 100.000 Verkäufen in China durchbrechen.“ In den USA, dem zweitgrößten BMW-Einzelmarkt der Welt nach Deutschland, sieht Robertson „ermutigende Zeichen der Erholung. Wir glauben, dass der weltweit zweitgrößte Automarkt im Jahr 2010 auf etwa 11,4 Millionen Verkäufe von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen zulegen wird.“
In Großbritannien, dem drittgrößten BMW-Einzelmarkt, sieht Robertson „eine klare Erholung. Unser derzeit größter Markt der Welt, Deutschland wird durch das Auslaufen der Abwrackprämie wohl deutlich zurückgehen. Wir werden hier als Premiumhersteller, der von der Abwrackprämie 2009 kaum profitiert hat, allerdings deutlich weniger betroffen sein als viele Volumenhersteller.“ So wird das Premiumsegment in Deutschland laut Robertson mit „insgesamt 850.000 bis 880.000 Fahrzeugen relativ stabil“ bleiben. Der deutsche Gesamtmarkt wird laut BMW 2010 auf rund 2,8 Millionen Neuzulassungen schrumpfen.
Porsche-Chef Macht sieht Chance zur Realisierung der Studie 918 Spyder
Preis könnte bei fast einer halben Millionen Euro liegen
Stuttgart. Der spektakuläre Hybrid-Sportwagen Porsche Spyder 918, der bei seiner Präsentation auf dem Genfer Autosalon auf große Resonanz gestoßen ist, hat gute Chancen, in Serie zu gehen. Das sagte Porsche-Chef Michael Macht dem am Donnerstag erscheinenden Magazin auto motor und sport: „Ich denke, innerhalb von zwei bis drei Jahren“ könnte die Serienreife erreicht sein. „Im Moment stellen wir das gesamte Projekt aber auf den Prüfstand, um zu sehen, ob wir es auch wirklich realisieren können. Aber die Begeisterung aller Mitarbeiter bei Porsche und die ersten Kundenreaktionen geben mir das Gefühl, dass wir das Auto tatsächlich eines Tages auf die Straße bringen können.“
Macht deutet an, dass der Spyder preislich auf dem Niveau des Carrera GT liegen könnte, der rund 450.000 Euro gekostet hat. „Die Frage ist doch, wie viel Kunden würden einen 918 Spyder kaufen? Das hängt auch entscheidend vom Preis ab. Wie der Carrera GT ist auch der 918 Spyder ein technisches Kunstwerk; und außergewöhnliche Kunstwerke haben in der Regel auch einen außergewöhnlichen Preis“, so Macht. „Am Beispiel des Carrera GT konnten Sie sehen, dass solche Innovationsträger zu einem Preis angeboten werden, der nur für einen kleinen Kreis von Kunden in Frage kommt.“
Ob es den Spyder nur in einer limitierten Stückzahl geben wird, sei noch nicht entschieden. „Sobald wir fundierte Rückmeldungen unserer Kunden zu dem Auto haben, werden wir weitere Entscheidungen treffen.“
Sehen Sie Porsche-Chef Macht im Web-TV-Interview auf www.auto-motor-und-sport.de
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