Marken Überraschungen machen die MOTORRAD-Leserwahl zum „Motorrad des Jahres 2018“ spannend

Stuttgart, 13. März 2018 – Vor gut einer Woche dominierte die italienische Marke Ducati den Auftakt zur Superbike-Weltmeisterschaft in Australien. Ob den Roten aus Bologna in dieser Saison der erste Titel nach sechs Jahren gelingt, ist aber noch offen. Entschieden ist dagegen die Leserwahl von MOTORRAD, der größten Motorradzeitschrift Europas: In der Gunst der insgesamt 51.497 Teilnehmer kann Ducati auch mit seinen Straßenmodellen punkten und mit der Panigale V4/S die Kategorie „Sportler“ gewinnen. Die Italiener, welche seit fast sechs Jahren zur Audi AG gehören, verdrängen nicht nur den Seriensieger BMW mit dem Titelverteidiger S 1000 RR auf den zweiten Rang, sondern müssen sich mit lediglich 0,2 Prozent weniger Stimmen für die 1299 Panigale R Final Edition knapp mit dem dritten Platz zufriedengeben.

Die Preise der Leserwahl wurden am 12. März auf einer großen Siegerehrung mit über 200 Vertretern der internationalen Motorradindustrie in Stuttgart überreicht. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Bandbreite deutlich erweitert. Sieben Marken haben in neun Kategorien gewonnen: Nur Seriensieger BMW und KTM konnten jeweils zwei der begehrten Trophäen entgegennehmen. Je einmal lagen Triumph, Honda, Vespa, Kawasaki und Ducati vorn.

Doch nicht nur der Sieg, sondern die gesamten Resultate der MOTORRAD-Leserwahl stimmt das Team um Ducati-Chef Claudio Domenicali hoffnungsfroh: Insgesamt fünf Podiumsplatzierungen gingen an die Marke. Doch trotz des Aufwinds für Ducati bleiben BMW und KTM die beliebtesten Marken bei der europaweit beachteten Leserwahl von MOTORRAD von der Motor Presse Stuttgart – sowohl bei den Kategorie-Siegen als auch bei den parallel zur Wahl abgefragten Einschätzung, welche Marken im Trend liegen. Hier führt BMW mit 85 Prozent vor KTM (83 Prozent) und Ducati (81 Prozent). Allerdings muss sich BMW in diesem Jahr mit zwei Preisen und damit der Hälfte im Vergleich zu 2017 zufriedengeben: Der deutsche Marktführer verteidigte mit seinen Motorrädern R 1200 RS (Tourer/Sportstourer) und S 1000 XR (Crossover) seine Vorjahreserfolge.

In der besonders im Trend liegenden Kategorie „Naked Bikes“ verpasste BMW den Sieg nur knapp. Mit 9,2 Prozent der Stimmen landet BMW nur um Bruchteile hinter KTM, die mit der 1290 Super Duke R 9,8 Prozent der Stimmen bekamen. Souverän sichern sie sich aber die Einsteigerklasse für Motorräder mit einem Hubraum von maximal 125 cm3: Für die Duke 125 stimmten 25,1 Prozent aller Teilnehmer. Erst seit 2011 gebaut, hat sich das vor allem bei jungen Motorradfahrern bereits zu einem Zweirad-Klassiker entwickelt wie es der Vespa-Roller schon lange ist. Mit 25,4 Prozent gewinnt die Vespa GTS 300 souverän die Roller-Kategorie.

Von großer Bedeutung bleibt auch die Kategorie „Enduros/Supermotos“, die mit der BMW R 1200 GS das seit vielen Jahren meistverkaufte Motorrad in Deutschland stellt. Die Honda CRF 1000L/Africa Twin/Adventure Sports landete 2017 zwar „nur“ auf Platz 4 in der Neuzulassungsstatistik, aber in der Leserwahl wiederholt noch vor der BMW R 1200 GS auf dem ersten Platz bei der Kategorie.

 

In der Kategorie „Modern Classics“ sorgt der japanische Hersteller Kawasaki für eine große Überraschung. Mit der modernen Auflage ihres Klassikers Z 900 gewinnen sie die Kategorie vor den Konkurrenten von BMW und Triumph. Die Beliebtheit der Z 900 RS/Cafe hat offenbar auch großen Einfluss auf die Einschätzung der Leser von MOTORRAD, dass die Marke Kawasaki im Trend liegt. Die Werte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 15 auf jetzt 61 Prozent. Damit überholte die Marke den Mitbewerber Honda und ist im Trend-Barometer, das die Marktforschung der Motor Presse Stuttgart ermittelt hat, die zweitbeliebteste japanische Marke hinter Yamaha.

Noch vor Kawasaki rangiert Triumph im Trend-Barometer. Außerdem setzt sich die britische Traditionsmarke in der Kategorie „Chopper/Cruiser“ mit der Bonneville Bobber Black gegen die zwei Ducati-Konkurrenten Diavel und XDiavel durch. Die Fat Boy 114 von Harley-Davidson landet in der Leserwahl von MOTORRAD auf dem vierten Rang.

Die Ergebnisse beim „Motorrad des Jahres“ wie auch die Auswertung der Marktforschung des Special-Interest-Medienhauses zeigen, dass Bewegung in den Motorradmarkt kommt. Nicht nur Ducati blickt zuversichtlich in die Zukunft und hofft auch künftig auf Spitzenplatzierungen – in der Serie wie im Rennsport.

 

 

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